Leadership Communication: Was Sinn ergibt, wird auch umgesetzt

Interaktiv zum Ziel führen - Impulse von Christina Wanke, 27.2.2017
Leadership Communication: Was Sinn ergibt, wird auch umgesetzt

Einweg-Kommunikation und Top-Down Entscheide werden nicht mehr einfach so hingenommen. Und dies gilt nicht nur für die Generation Y! Mitarbeitende erwarten von ihren Leadern Begründungen und Erklärungen. Die Frage nach dem Warum und Weshalb wird fast automatisch gestellt. Erst wenn das Warum geklärt ist, ist man bereit, einen Schritt weiter zu gehen und aktiv zu werden. Gerade im Change Management ist dies ein unabdingbarer Erfolgsfaktor. 

Wenn es um die grossen Fragen nach Sinn geht - wie nach dem Lebenssinn oder dem Sinn einer Arbeit - ist es für mich fraglich, ob diese Art von Sinn-Stiftung zu den Aufgaben des Managements gehört. Diese Themen sind wohl eher im Bereich der oder Spiritualität anzusiedeln und die Auseinandersetzung damit ist weitgehend individuell und eigenverantwortlich.  Wenn sich Mitarbeitende jedoch nach dem Sinn und Zweck von Führungshandlungen und –entscheiden erkundigen, ist dies absolut begreiflich.

Was sinnvoll ist, wird akzeptiert. Was akzeptiert ist, wird verwirklicht.

Die Bedeutung der Frage nach dem Warum wird von Leadern oft unterschätzt. Eine nachvollziehbare Argumentation mag zwar ein Mehraufwand sein, aber einer, der sich lohnt. Vor allem wenn der Sinn und Zweck  gleich mit dem Entscheid überzeugend mitgeliefert wird und nicht erst dann, wenn nachträglich Fragen auftauchen. Grundsätzlich gilt: Ist etwas nachvollziehbar, ist es auch eher akzeptiert und die Chancen auf Umsetzung steigen überproportional. Vor allem dann, wenn es um weitreichende Entscheide oder um Change Management geht.

Ob etwas Sinn macht oder nicht, hängt von den konkreten Gegebenheiten ab

Sehr beeindruckend war für mich diesbezüglich ein Referat des verantwortlichen Arztes des Notfallzentrums im Waidspital Zürich. Er pflegte zwei total unterschiedliche Führungsstile. Im Notfall gelten nur Befehl und Gehorsam, was angeordnet wird – in knappen klaren Worten und entsprechendem Tonfall – wird ausgeführt, ohne Wenn und Aber. Ein völlig autoritärer Führungsstil, um die täglichen grenzwertigen Situationen zu bewältigen. Ausserhalb des Notfallraumes jedoch treffen sich die Führungspersonen mit ihren Teams im einer völlig anderen Gesprächsatmosphäre. Hier wird reflektiert, einander zugehört, Vorschläge von allen eingebracht und kooperativ entschieden, wenn künftig etwas verändert werden sollte.  Ein völlig anderer Führungsstil, der Situation ebenfalls absolut angemessen.

Macht ein Führungsverhalten Sinn, entstehen Akzeptanz und die Bereitschaft zum Mitwirken. 

Wenn Sie das nächste Mal etwas fordern, anordnen, verlangen oder entscheiden:

  • Überlegen Sie sich kurz, ob es für die betroffenen Personen und im Sinne der Sache zweckmässig sein könnte, ein paar Worte zum ‚Warum’ zu verlieren.

Gerade im Zuge der neuen Erwartungen an das Management, könnte dies ein durchaus nützlicher und produktiver Gedanke sein. Wenn Sie mehr über effektive Vorgehensweisen in Leadership Communication erfahren möchten, helfen wir Ihnen gerne weiter.