Facilitating Change: Als Facilitator echte Kollaboration bewirken

Interaktiv zum Ziel führen - Impulse von Christina Wanke, 9.12.2015
Facilitating Change: Als Facilitator echte Kollaboration bewirken

Wenn das Wissen vieler aktiviert, unterschiedliche Interessen auf ein gemeinsames Ziel hin ausgerichtet und Netzwerkstrukturen gemanagt werden müssen, dann hat das Kommandieren-Kontrollieren-Prinzip ausgedient. Gefragt sind Führungskräfte, welche die Kompetenz des ‚Facilitating’ beherrschen und damit eine Art von Leadership ausführen, in welche die Teamentwicklung integriert ist. Im Business Coaching erfahren Sie, welche Vorteile es für Sie hat, die Kompetenzen eines Facilitators zu beherrschen.

In analogen Zeiten wurde die beste Fachkraft zur Führungskraft befördert. Das ging solange gut, wie die Sache im Vordergrund stand und Prozesse überschaubar waren. Doch die Zeiten ändern sich gerade. Über den eigenen Bereich hinaus sind Sie vermutlich gleichzeitig verantwortlich für mehrere Projekte. Sie sind gefordert, situativ, lateral, integrativ zu führen – jedoch kaum mehr direktiv.

Um in mit einer Vielfalt von Kollaborateuren in flexiblen Arbeitsstrukturen voran zu kommen, braucht es vor allem soziale und methodische Kompetenzen. Als ‚Faciltator’ sind Sie in der Lage, das Wissen und die Potenziale einzelner Menschen und ganzer Organisationseinheiten zielgerichtet nutzbar zu machen. Sie ermöglichen die Beteiligung der Involvierten, machen Wissen verfügbar und schaffen die Voraussetzungen für echte Kollaboration.

Menschen und Inhalte gleichermassen berücksichtigen

Komplexe Projekte scheitern bekanntlich nicht aus fachlichen Gründen. Facilitators sind deshalb Sachversteher ebenso wie Menschenversteher. Sie können überzeugen, unterschiedliche Interessen ausgleichen und heikle Problemstellungen lösen. Facilitation oder 'Facilitative Leadership' wird in der Führungswelt zu einem Trend, weil es ein hochwirksames Vorgehen ist. Die wichtigsten Merkmale sind:

  • Sachthemen und die involvierten Personen aufgrund einer spezifisch gewählten Dramaturgie orchestrieren, welche die Sach-, Prozess und Beziehungsebene gleichermaßen berücksichtigt.
  • Kreative Dialog-Räume schaffen. Hier werden Ideen generiert, Wissen ausgetauscht, Erkenntnisse gewonnen und konsolidiert.
  • Strukturiertes Einbeziehen der Involvierten; Meinungsbildung zulassen, Spannungsfelder überbrücken, das Gemeinsame (statt die Unterschiede) sichtbar machen.
  • In Iterationen zum Ziel führen (Schlaufen aus Aktion, Zwischenergebnis und Feedback).
  • Einen Rahmen gestalten, der Selbstverantwortung und Commitment ermöglicht - und diese auch einfordern.
  • Für transparente  Entscheidungsstrukturen sorgen und Zusammenarbeitsprinzipien pflegen, welche Engagement und echte Beteiligung fördern.
  • Einen verbindlichen Fokus auf zielführende Ergebnisse haben.
  • Ein gutes Gespür für relevante Beziehungspflege haben; Emotionen konstruktiv ansprechen.
  • Ein breites Spektrum an situationsspezifischen Kommunikations- und Interaktionsformen kennen und einsetzen.

Für eine Fachausbildung investieren wir Jahre, für Führung oder Führungskommunikation hingegen sind es bestenfalls Tage. Kein Wunder gibt es da eine spürbare Lücke! Als Teil unseres Beratungsangebotes ‚Leadership Communication’ machen wir das Erfahrungswissen und die Wirkungsweise von Facilitation für Führungskräfte zugänglich. Als wertvolle Erweiterung zu Ihrer Führungskompetenz lernen Sie Werkzeuge und Techniken, Prinzipien und Haltungen, praxisrelevante Modelle und Formate kennen.